Über uns
Ein Haus mit Geschichte – ein Ort für Begegnung
Die ALTE TURNHALLE BERLIN verbindet denkmalgeschützte Architektur mit moderner Feierkultur. Was einst Ort strukturierter Bewegung war, ist heute eine Bühne für besondere Begegnungen.
Ein Ort mit Geschichte
Funktion
„Schulpalast“ als Ausdruck des sozialistischen Bildungsanspruchs.
Stil
Sozialistischer Neoklassizismus im Stalinbau-Kontext.
Besonderheit
Repräsentativer Bauanspruch im Spannungsfeld zur Wirtschaft der frühen DDR.
Materialien & Techniken
Travertin, Steinintarsien, Stuckaturen, Sgraffito-Bänder, Kunststein, Edelputz, Edelholz.
Die ehemalige Max-Kreuziger-Grundschule mit ihrer freistehenden Turnhalle wurde zwischen 1950 und 1954 nach Entwürfen des Architekten Hans Schmidt als repräsentativer „Schulpalast“ errichtet. Der Bau spiegelte den Anspruch wider, Bildung nicht nur funktional zu denken, sondern ihr auch architektonisch Sichtbarkeit und Bedeutung zu verleihen. Großzügige Raumhöhen, klare Achsen und hochwertige Materialien prägen das Gebäude bis heute und vermitteln den besonderen Stellenwert, den Schule und Gemeinschaft in dieser Zeit einnahmen. Die Turnhalle wurde dabei bewusst als eigenständiger, repräsentativer Raum inszeniert – nicht allein als Ort des Sports, sondern auch als Raum für Begegnung, Gemeinschaft und öffentliches Leben.
Vom Schulraum zum Ort für Begegnung
Was einst ein Ort strukturierter Bewegung war, ist heute ein Freiraum – und zugleich eine Bühne für besondere Begegnungen.
Der über 2.500 m² große Gebäudekomplex mit Sommergarten wurde seit 2017 gemeinsam mit dem Berliner Kollektiv Intothewoods, lokalen Tischlereien und Metallwerkstätten sowie der lebendigen Stadtgärtnerei am S-Bahnhof Ostkreuz unter Leitung des Teams der Alten Turnhalle neu gedacht:
Versiegelte Flächen wichen einem lebendigen Bodenaufbau aus speziellem Substrat in dem heute Sträucher, regionale Obstgehölze und heimische Wildstauden wachsen.
Wellenartige Holzinstallationen, Robinienstämmen und Flächen aus regionalem Buntkies und organische Beetformen lösen klare Kanten auf und schaffen fließende Übergänge.
Die Idee dahinter ist einfach – und radikal zugleich:
Nature reclaims.
Dieses Prinzip setzt sich im Inneren fort:
Holz, Stahl, wiederverwendete Begrünung und Naturmaterialien prägen den Raum und greifen die organischen Formen des Gartens auf.
Der Saal öffnet sich visuell und atmosphärisch nach außen – Grenzen verschwimmen, Innen- und Außenraum gehen ineinander über und bilden eine zusammenhängende, lebendige Umgebung.
Die Installation „Der Phönix und das Moos“ von Maria Ivanenko im Saal steht sinnbildlich für diesen Wandel: für das Absterben des Alten und die unmittelbare Wiedergeburt des Neuen.
Die Alte Turnhalle existiert nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form als Schulturnhalle – sondern als ein Ort, der sich stetig weiterentwickelt.
Mitten in der Stadt entsteht so ein Raum, der sich bewusst in den urbanen Rhythmus einfügt – und ihn gleichzeitig unterbricht.
Ein Ort, der Gegensätze vereint: Ruhe und Lebendigkeit. Rückzug und Zusammenkommen.
Hier entstehen nicht nur stille Momente, sondern auch besondere Anlässe: Hochzeiten, Feste und Veranstaltungen, die von der Geschichte des Ortes getragen werden – und ihm gleichzeitig neue Kapitel hinzufügen.
Ein Ort, an dem Gespräche wieder länger werden, Zeit an Bedeutung verliert und für einen Moment das entsteht, was im Alltag oft fehlt: echte Verbindung – zur Natur und zueinander.
Adresse
Alte Turnhalle Berlin
Holteistraße 6-9
10245 Berlin
Google Maps
S-Bahn (Ostkreuz)
Tram (Boxhagener Str./Holteistraße)
Öffnungszeiten
Sommergarten:
Montag-Freitag 15:00-23:30 Uhr
Samstag-Sonntag: 15:00-23:30 Uhr
Brunch mit Live-Musik:
Samstags, sonntags und an Feiertagen:
10:00-15:00 Uhr